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Frauen in kiel

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Frauen Schleswig-Holstein. Zur Vereinsseite. Mögliche Bildformate sind JPG, PNG und GIF. Wir unterstützen folgende Videoformate MPG, MP4, AVI, MOV und WMV.

Name: Hedi

Alter: 54

Das Buch erschien zum zwanzigjährigen Bestehens der Institution der Kieler Frauenbeauftragten.

Herzlich willkommen…

Es fasst auf 90 Seiten die Lebensläufe von 24 Kieler Frauen zusammen, deren Leistungen innerhalb ihres gesellschaftlichen oder beruflichen Rahmens herausragten. Weitere circa 40 Kielerinnen, deren Lebensgeschichten ebenfalls lohnend wären, aufgezeichnet zu werden, sind in Kurzportraits festgehalten. Der Rote Faden ist unsere Geschichte. Frauen haben sich zu jeder Zeit und auf sehr unterschiedliche Weise für gesellschaftliche Veränderungen eingesetzt, nicht zuletzt auch für die Verbesserung ihrer eigenen Lebensbedingungen und Rechte. In der Politik, im Arbeitsleben, im kulturellen und sozialen Bereich oder im häuslichen Umfeld haben sie sich immer wieder neue Freiräume erkämpft, auf denen die nächste Generation aufbauen konnte.

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Dabei waren sie oft ganz ohne ideologische Zielsetzung, sondern taten einfach, was ihnen 'richtig' erschien. Durch ihre Leistungen haben sie die ihnen von Tradition und Rollenbild gesetzten Grenzen überwunden und die Grundlagen für alles gelegt, was Frauen von heute selbstverständlich erscheint. Die Vorbilder dieser starken Frauen haben mein Leben und mein Bewusstsein geprägt.

Frauengeschichte ist jedoch ein vergleichsweise junger Zweig der Geschichtsforschung. Gerade in der Lokalgeschichte besinnt man sich erst seit einigen Jahren darauf, die Leistungen von Frauen zu erforschen und angemessen zu präsentieren. Deshalb ist mir das vorliegende Buch so wichtig. Es porträtiert in wesentlichen Zügen zwei Dutzend herausragende Kieler Frauengestalten aus zwei Jahrhunderten. Mehr als vierzig weitere werden in Kurzporträts für die Nachwelt festgehalten.

Mit diesem überschaubaren Beitrag zur Kieler Frauengeschichte hoffe ich, eingehendere Forschungen anzuregen, nicht zuletzt auch über diejenigen und mit denjenigen Frauen, die noch leben und über ihren Lebensweg und ihre Motivation selbst Auskunft geben können. Auch den Kolleginnen und Kollegen im Stadtarchiv, die sie dabei engagiert unterstützt haben, sowie allen anderen, die durch Gespräche, Anregungen oder Material zu diesem Buch beigetragen haben, sage ich herzlichen Dank.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern Anregung und Freude durch dieses Buch und hoffe, dass künftig, wenn von Kiels Stadtgeschichte die Rede ist, auch die Frauen darin ihren angemessenen Platz erhalten. Annegret Bergmann Frauenbeauftragte der Landeshauptstadt Kiel.

Wie viele bedeutende Kieler könnte ich namentlich aufzählen? Und wie steht es mit den Kielerinnen? Daher bin ich der Frauenbeauftragten und auch der Autorin dankbar, dass sie sich - in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv - dieses Themas angenommen und herausragende Kieler Frauen vor dem Vergessen bewahrt haben.

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Die Porträts in diesem Buch machen deutlich, dass Frauen zu allen Zeiten - auch in Kiel - eine Kraft gewesen sind und - da bin ich mir sicher - auch weiterhin sein werden. Nicht nur Männer haben die politische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung vorangebracht; Frauen waren ebenso beteiligt, wenn sie auch meist im Hintergrund gewirkt haben.

Mich beeindruckt die Vielfalt, die diese Lebensberichte spiegeln. Politikerinnen, Wissenschaftlerinnen verschiedener Disziplinen, im sozialen Bereich Tätige, Künstlerinnen - alle sind vertreten.

Als erste Oberbürgermeisterin in der Geschichte Kiels kann ich nicht anders, als mich darüber freuen. Künftig werden, so hoffe ich, mit der Stadt Kiel nicht nur die Namen Anschütz, Mommsen oder Hell verbunden, sondern auch die Namen Martius, Savelsberg oder Jensen. Die Anregung der Frauenbeauftragten, sich rechtzeitig an noch lebende Frauen zu wenden und ihre Lebensberichte aufzunehmen, unterstütze ich voll und ganz.

Weitere informationen

Meine Bitte, sich dieser Aufgabe anzunehmen, richtet sich neben dem Stadtarchiv auch an die Kieler Hochschulen. Angelika Volquartz Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Kiel. Die Widrigkeiten waren beträchtlich. Der Beginn des Kampfes um Frauenrechte wird in Deutschland etwamit dem Erscheinen der ersten politischen Frauen-Zeitung, angesetzt. Die Geschichte der Frauenbewegung beginnt mit der Gründung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins, dessen erste Vorsitzende Louise Otto-Peters - Herausgeberin der Frauen-Zeitung - wurde.

Herzlich willkommen

Hauptanliegen des Vereins war, Frauen Zugang zum Bildungssystem und die Möglichkeit eigenständiger, qualifizierter Berufstätigkeit zu ermöglichen. Von beidem waren sie damals noch weitgehend ausgeschlossen, erst recht als verheiratete Frauen. In Industriebetrieben dagegen wurden sie zu Tausenden als ungelernte Arbeiterinnen beschäftigt, weil ihnen für die gleiche Arbeit weniger Lohn gezahlt werden durfte als Männern und viele Arbeiterfamilien auf den Beitrag der Frauen zum Familieneinkommen angewiesen waren. Bereits um wurden Arbeiterinnen auch Mitglieder in bestehenden Arbeiterorganisationen, gründeten vereinzelt sogar reine Frauengewerkschaften.

In der Arbeiterbewegung entstand die Forderung nach Einbeziehung von Frauen in die Politik sowie nach rechtlicher und gesellschaftlicher Gleichstellung. Um die Entwicklung ihres politischen Bewusstseins bemühte sich in erster Linie die Sozialdemokratische Partei. Bereits seit hatte sie z.

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Mitglieder einer Partei zu werden. Das aktive wie passive Wahlrecht wurde Frauen bis verwehrt! Vergleichbare Initiativen gab es in den bürgerlichen Parteien kaum, damit auch keine vergleichbare Zahl parteipolitisch aktiver Frauen. Zwischen und führten die deutschen Länder das Immatrikulationsrecht für Frauen an ihren Hochschulen ein. Bald standen Frauen auch qualifizierte und akademische Berufe sowie die Promotion offen.

Rosemarie Nave-Herz: Die Geschichte der Frauenbewegung Deutschlands, HannoverS. Vor diesem Hintergrund sind die Biografien der 24 im vorliegenden Buch portraitierten Persönlichkeiten zu sehen.

Sie stellen eine kleine Auswahl von Frauen dar, die sich in vielfältiger Weise für die Geschicke der Kieler Bevölkerung und die Entwicklung der Stadt Kiel eingesetzt haben bzw. Wo sie sich politisch betätigten wie Toni Jensen oder Gertrud Völcker, ordneten sie sich in der Mehrzahl auf der linken Seite des Parteienspektrums ein.

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Berufliche Karrieren wie die von Lilli Martius oder Gertrud Savelsberg finden sich eher im konservativen oder gänzlich apolitischen Bereich. Einige, wie Anneliese Pinn oder Elise Jacobsen-Camps, sind aufgenommen, weil ihre Biografie prototypisch für die Bestrebungen und Mechanismen steht, die in ihrem gesellschaftlichen Umfeld als Beitrag der Frauen akzeptiert waren.

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Die Auswahl derjenigen Frauen, die wir in diesem Buch ausführlicher vorstellen, fiel aufgrund der Anzahl bemerkenswerter Kielerinnen schwer: Der Anspruch, einen Querschnitt durch die Stadtgeschichte zu bieten, der die Unterschiedlichkeit und Vielfalt dieser Persönlichkeiten aus verschiedenen Epochen zum Ausdruck bringt, musste bald aufgegeben werden. Zum gewichtigen Kriterium bei der Auswahl der Portraits wurde das Vorhandensein und die Qualität zugänglicher Quellen.

Über viele Frauen gibt es kaum Material, das über die schlichte Aufzählung der bekleideten öffentlichen Ämter hinausgeht. Informative Unterlagen und persönliche Notizen wurden durch die beiden Weltkriege und durch das nationalsozialistische Regime vernichtet.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs verzichteten viele Organisationen und Vereine zunächst darauf, allzu persönliche Daten ihrer Mitglieder zu sammeln und zu archivieren; die Erfahrung des Missbrauchs von Mitgliedsdateien durch die Nationalsozialisten war noch zu frisch. Zudem stellten Frauen ihr privates Leben eher in den Hintergrund, so dass persönliche Lebensumstände heute nicht oder nur rudimentär bekannt sind. Viele erkannten, dass das Private zugleich politisch sein müsse und dass Veränderungen nur durch aktives Einmischen und Handeln erreicht werden können.

In erster Linie waren Frauen für den Haushalt und die Erziehung der Kinder zuständig und mussten zudem in den unteren Einkommensbereichen nicht selten zur Existenzsicherung der Familie beitragen. Als Krisenmanagerinnen waren sie an verschiedenen Brennpunkten zugleich aktiv und nahmen hohe Belastungen auf sich, um parallel politisch oder sozial tätig sein zu können. Andere verzichteten bereits damals auf eine Familie zugunsten einer Vollberufstätigkeit in einem qualifizierten und zufrieden stellenden Beruf.

Der Kampf um Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichberechtigung dauert bis heute an, wenngleich er im Laufe der Zeit in seiner Schärfe und im gesellschaftlichen Bewusstsein Veränderungen unterlag. Um so wichtiger ist es, sich jener Frauen zu erinnern, die in vielerlei Hinsicht als Vorreiterinnen im Kampf um ein sozial gerechteres und gleichberechtigtes Zusammenleben der Menschen gelten können.

In diesem Sinne sehen wir sie als Vorbilder für uns Frauen heute; ihre Lebensgeschichten zeigen uns die Wurzeln, aus denen das heute Erreichte gewachsen ist.

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Das vorliegende Buch erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Repräsentativität. Es soll vielmehr einen ersten Eindruck vermitteln und zum Nachfragen und Weiterforschen anregen. Die Kieler Frauengeschichte wirft viele spannende Fragen auf und wartet darauf, umfassend recherchiert und präsent zu werden.

Um weitere Initiativen zur Erforschung der Kieler Frauengeschichte anzuregen, finden sich in diesem Buch eine Reihe weiterer Kurzportraits, die für uns ebenfalls wichtige Mosaiksteine der Geschichte Kiels darstellen. Dazu gehören auch Frauen, die noch unter uns leben; bei ihnen bietet sich die Gelegenheit, zu Lebzeiten mit der Erforschung zu beginnen. Die Sammlung von Kurzportraits am Ende dieses Buches soll also als Aufforderung verstanden werden, die Geschichtsschreibung Kiels zu ergänzen.

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Studium der Politischen Wissenschaften, der Mittleren und Neueren Geschichte sowie des Öffentlichen Rechts an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Langjährige Tätigkeit im Bereich der Jugend- und Erwachsenenbildung Schwerpunkt: antirassistische und antifaschistische Projekte. Als freie Autorin Veröffentlichungen und Vorträge insbesondere zum Thema Rechtsextremismus.

Zehnjährige Tätigkeit in einem Kieler Druckerei-Kollektiv. Nach kurzer Arbeitslosigkeit Vermittlung in einen sogenannten Ein-Euro-Job bei der Frauenbeauftragten. Hier sind zuerst die MitarbeiterInnen des Kieler Stadtarchivs Julia Kotlarski, Christiane Könemann, Jutta Briel, Günther Segler und Ulrich Dagge zu nennen, die mich stets freundlich und kompetent unterstützt haben. Besten Dank auch an Ulrich Stenzel vom Archiv der Nordelbischen Kirche in Kiel, Dr. Andreas Grau vom Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung in Sankt Augustin, Sabine Awolin vom Archiv der Meldebehörde der Landeshauptstadt Kiel sowie an Monika Dietrich, Leiterin des Büros des Stadtpräsidenten und an Brigitta Hamann, Leiterin des Sachbereichs Angelegenheiten der Gemeindeverfassung und an alle anderen, die mir bei der Recherche hilfs- und auskunftsbereit zur Verfügung standen.

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Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Kiel e. Die Arbeiterwohlfahrt Kiel zur Zeit der Weimarer Republik. Kiel bis Kiel Arbeitskreis Asche-Prozess Hg. Materialien und Dokumente. Kiel Arbeitskreis zur Erforschung des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein e.

AKENS Hg. Zeitschrift Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon BBKLBd. I-II, hg. III hg. Herford Camps, Günther Hg. Berlin Die Entwicklung der Marie-Christian-Heime. Erinnerungen aus dem Leben von Anneliese Pinn.

Unsere neuen Personen

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Wir arbeiten als freie Träger überkonfessionell und überparteilich und sind Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein.

Fit Ehefrauen Jazlyn.

Der LFSH ist der Dachverband der Frauenberatungsstellen und Notrufe in Schleswig-Holstein und hat seinen Sitz in Kiel.

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