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Eva meckbach nackt

Geile Frau Anaya.
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Über

W ieder das schicke Loft. Also wieder viel Glas, Deer-Sofas, Edelstahl-Küche und Chrom-Duschkopf von Ausstatterin Nina Wetzel in der Schaubühne am Kurfürstendamm. Die geballte Lifestyle-Eleganz auf der drehbaren Bühne als Präsentierteller. Und in der Mitte ein teures Fahrrad, ausgestellt wie Nofretete im Neuen Museum.

Name: Amabel

Jahre: ich bin 18

Fangen wir an mit dem Hund, es geht nicht anders. Der Hund, ein Golden Retriever, schnüffelt und wedelt und tapst über die Bühne, dass es eine Freude ist. Kinder und Tiere sind im Theater verboten? Das ist eine uralte Regel, aber sie gilt nicht mehr. Diese Aufführung hat Welle um Welle vom Halleschen Ufer ausgesandt, das Ensemble war jung und weltmeisterlich. Die Bühne von Kristine Jurjane stellt einen abgeblätterten Ballsaal vor, überall liegen Bücherberge, ein aufgelassener Ort, wie es scheint, in den die Natur zurückwuchert; es sieht aus wie in den Sophiensälen.

Er bringt eine Ruhe mit, eine Versunkenheit, eine Statur, dass man ihm gut und gern zuhört. Das gilt auch für Ingo Hülsmann, der sich gleich zu Beginn mit einem Slapstick-Selbstmordversuch einführt.

Auf die vielen anderen Akteure trifft das leider nicht so zu. Aber zurück zu dem Hund. Das Tier ist ein Zärtlichkeitsangebot, wird aber kaum beachtet. Wie schön laut er sein Wasser schlabbert, wenn wieder einmal eine der Frauen einen halbhysterischen Kurzanfall hat. Ach, die einsamen Frauen! Ungeliebt, nicht ausgefüllt, aber auch unfähig, daran etwas wirklich zu ändern. Alvis Hermanis konstruiert Theatermaschinen.

Ostermeier-dämonen zeigen nackte haut

Es hat etwas von Modelleisenbahnbau. Nicht das Klein-Klein, das die Spielpläne bestimmt. Diese Aufführung hat Breitwandformat, aber sie entwickelt dann doch nicht die Kraft, den eigenen Lebens- und Leidensentwurf auszufüllen. Was quält diese Menschen so, also: uns, wenn wir gemeint sind? Dass sie alles haben, aber keine Liebe. Oder keinen Sex. Keine Perspektive, keine Lust, irgendetwas mit sich und dem andern anzufangen.

Oder mit neuen Partnern und Aufgaben.

Oder überhaupt. Die komplette intellektuelle und emotionale Indisponiertheit drückt sich bei Hermanis in absurder Akrobatik aus. Männer und Frauen rollen über- und ineinander auf Sofas, dösen in Badewannen, verkeilen sich in Stühle, es ist eben das, was man in Installationen macht.

REWIND Eva Meckbach

Zitat: Castorf. Was wir da erblicken aus Hundeaugen, ist ein skurriler Mix der Berliner Traditionen der vergangenen Jahrzehnte. Schaubühne plus Volksbühne.

Menschendarstellung, Menschenverstellung. Die Frauengruppe übt sich im ausgedehnten Streichelnummern und Workshopwärmeaustausch.

Lieber nackt als im Pelz: Nova Meierhenrich

Zitat: vielleicht Einar Schleef. Aber all diese Damen in ihrer Hübschheit und Gepflegtheit strahlen nichts Erotisches aus, ihr Begehren wirkt verkopft, von ihren Männern reden wir sowieso lieber nicht. Weinerliche Selbstmitleidskünstler schwingen sich zu lächerlichen Liebeserklärungen und Selbstentleibungstänzen auf. Niemand nimmt nichts ernst. Wie stellt man Langeweile und Hoffnungslosigkeit dar, ohne hoffnungslos zu langweilen? Alvis Hermanis ist ja sonst ein Meister dieses Fachs, doch diesmal ist es einfach so, es bleibt dabei: Die Langweiler langweilen.

Niemand geht mal raus mit dem Hund. Das wohltrainierte Tier zieht seine Bahnen, schnuppert in den morbiden Resten der Riesendatscha herum, legt sich brav auf seine Decke.

B.z. märkte

Der Hund, wie seltsam, bringt nicht ein Element der Unordnung, des Ungeplanten ins Spiel: Auch er scheint sediert, besitzt jedoch den unschätzbaren Vorzug, dass er nun mal nicht sprechen kann, also auch nicht sprechen muss. Ob er glücklich ist, ob er leidet? Wie wohltuend, diese Indifferenz, während die Zweibeiner sogleich losjaulen, sich hitzig wälzen. Sie wollen auch nicht wirklich spielen. Wer aber sind sie? Natürlich kann es nicht um die vorrevolutionäre Lage und Stimmung in Russland gehen Gorkis Stück stammt aus dem Jahrist im Grunde schon nach Tschechow.

Nackte indianerinnen auf dem ehekriegspfad

Es geht auch erkennbar nicht um Berliner Landhäusler und Grundstücksbesitzer in der Uckermark. Hermanis hat ein zeitloses Arrangement getroffen. Es verrät mehr über den Zustand eines desorientierten Theaters als über diese Zeit, von der das Theater sich abgekoppelt hat. Oder in der es so tief drinsteckt, dass es keinen Beobachtungs- und Ausgangspunkt findet. Es funktioniert eben nur als Installation, die man in jedem beliebigen Moment betreten oder verlassen kann.

Denn es bewegt sich nichts, es ist pure Statik. Schön anzuschauen im Vorübergehen, schwer zu ertragen auf der langen Strecke. Der Tagesspiegel Kultur Theater: Die Nackten und die Pfoten.

Unsere neuen Personen

Dirty Teen Rory.

Ein Bösewicht, wie er im Bilderbuche steht: Wenn der Regisseur Thomas Ostermeier «Richard III.

Schlampe weibliche Giovanna.

Deutsch von Frank Günther Koproduktion der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin und dem Hellenic Festival Athen

Weiße Singles Maci.

Thomas Ostermeier hat Lars Norens Ehehölle "Dämonen" für die Schaubühne inszeniert.